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Der Ausweg aus dem Diabetes? - Inselzelltranplantation

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Die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse oder die der einzelnen Inselzellen (Betazellen) stellt im Moment die einzige Möglichkeit dar, die Insulinabhängigkeit des Diabetikers aufzuheben. Allerdings gibt es dabei einige Schwierigkeiten, weshalb fast nur Typ-1-Diabetiker mit chronischer Niereninsuffizienz und Dialyse behandelt worden sind.

Geschichte der klinischen Inselzelltransplantation

Bis 1968 erfolgte die Transplantation von ausschließlich mechanisch gewonnenen Pankreasfragmenten. Im Tierexperiment wurden die Langerhanschen Inselzellen isoliert und ab 1974 bis ca. 85 arbeiteten die Forscher daran, Inselzellen aus humanen Pankreasorganen zu selektieren. Heute lassen sich aus humanen Bauchspeicheldrüsen eine große Menge Inselzellen isolieren. Der hauptsächliche Nachteil einer Transplantation ist die lebenslange Einnahme von Immunsupressiva.

Da diese benannten Patienten solche Medikamente eh schon nehmen, wendet man bei Ihnen eine Transplantation an. Während die Transplantion eines Pankreas immer zur Folge hat, dass eine abstossende Wirkung eintritt, zeigen Tierexperimente, dass die Transplantation einzelner Inselzellen in der Hinsicht besser verläuft.
Sie können mit einer speziellen Behandlung den Körpereigenschaften beinahe angepasst werden. Image Bis Mitte 2002 sind im Inselzelltransplantationsregister 493 Fälle dieser Zelltransplantationen bei Typ-1-Diabetiker erfasst.

Bei 138 von Ihnen wurde das maximale Therapieziel vollständige Insulinunabhängigkeit erreicht.

In Gießen zum Beispiel stammten die meisten der isolierten Zellen aus jeweils einem Spenderpankreas. Im dortigen Transplantationszentrum sei es auch geglückt 24 Patienten mit Inselzellen auszustatten, deren Spender sich vom Nierenspender - die meisten Transplantation erfolgen zeitgleich oder nach einer Nierentransplantation - unterschied.

Allerdings hielt die Transplantation nur in 2 Fällen dauerhaft an. Inzwischen ist es beeindruckend, wieviele Inselzelltransplantationen durchgeführt wurden und wielviele von diesen sich dauerhaft etablierten, d.h. keinem Abstoss- oder Absterbmechanismus zum Opfer fielen. Trotzdem ist eine Ausweitung auf eine größere Patientengruppe in der näheren Zukunft nicht durchführbar.

Quelle: 

Mathias D. Brendel, Inselzelltransplantation...? Was ist möglich?, in: Zucker 1/2003, S. 18 - 19.