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Diabetes und Krankheit

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Angefangen von einem kleinen Schnupfen bis hin zu Erbrechen und Durchfall kann es mit Diabetes mellitus zu wechselseitigen Reaktionen kommen. Wo die Risiken liegen, und wie Sie diesen begegnen können, soll das Thema dieser Seite sein.

Bei vielen Krankheiten kommt es naturgemäß auch zu Operationen, als Teil der Behandlung. Was Sie in einem solchen Fall beachten müssen finden Sie unter Diabetes und Operationen.

Die Gefahr bei kranken Diabetiker/innen ist nicht nur die Krankheit alleine, sondern auch der Fakt das sie die Stoffwechseleinstellung meistens durcheinander bringt. Daher treffen Sie bei leichten Erkrankungen folgende zusätzl. Vorsichtsmaßnahmen :

  1. Testen Sie häufiger als gewöhnlich Ihre Blutzuckerwerte.
  2. Versuchen Sie Ihren Kostplan weitgehend einzuhalten (bei Adipositas)
  3. Lassen Sie niemals Ihr Insulin ganz weg, auch wenn Sie nichts essen können

Fieber und Infektionen

Um Blutzuckerentgleisungen vorzubeugen, ist es bei schwereren Erkrankungen (mit Fieber) wichtig den BZ Wert häufiger zu messen und gegebenenfalls anzupassen, da u. a. Fieber den Insulinbedarf erhöhen kann. Trinken Sie viel, damit der Flüssigkeitsverlust (durch Schwitzen) so minimal wie möglich ist. Wenn Sie kein Appetit verspüren, trinken Sie wenigstens etwas Fruchtsaft um Kohlenhydrate zu sich zunehmen. Wichtig ist, dass der Insulinspiegel nicht zusammenbricht. Die tiefer gehende Frage ist nun: Blockiert der Infekt die Wirkung des Insulins und/oder wird durch ihn nach mehr Insulin verlangt? Sowohl als auch: Durch den Infekt läuft die Immunabwehr auf Hochtouren. Und damit die nicht total ausrastet wird vom Körper ein bisschen Kortison als Beschwichtigung eingeworfen. Leider Gottes schwächt Cortison aber die Wirkung des Insulins am Insulinrezeptor ab. Statt - z. B. - 6 Glucosetransportern kann ein Insulinmolekül dann - z. B. - nur noch 4 mobilisieren. Ergo: um die gleiche Menge Glucose in die Zellen zu schleusen wird mehr Insulin benötigt.

Erbrechen und Durchfall

Durchfall und Erbrechen sind gekennzeichnet von mangelnder Nahrungsaufnahme und somit von einer Unterzuckerungsgefahr. Sie können versuchen, stark gesüssten Tee (alle 30 Minuten 2-4 Schlucke) zu trinken oder Traubenzucker unter der Zunge zergehen zu lassen. Wenn es gerade zum Erbrechen kam ist es sinnvoller die BE Menge in Form von Cola (100km=1BE) (keine Cola-light!) nachzutrinken. Eventuell ist es notwendig die Insulindosis kurzfristig anzupassen. Fragen Sie Ihren Arzt.

Quelle: 

Tw. DiabetesInfo.de