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Angst vor der Spritze bei Typ-2-Diabetes

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Viele Altersdiabetiker, heute muss man ja Typ-2-Diabetiker/in sagen, haben Angst von oralen Antidiabtika auf Insulin eingestellt zu werden. Das größte Manko hierbei ist oft die Spritze, meistens in Form des Pens.

Woran könnte dies liegen?

Umfragen unter den Patienten im Diabetes Zentrum Mergentheim haben ergeben, dass weniger die Nadel die ablehnende Haltung gegenüber der Insulintherapie verursacht. Trotzdem ist die Angst vor spitzen und scharfen Gegenständen, somit auch vor Spritzen, ein normaler Reflex, der den Körper schützen soll.

Was könnten die benannten Gründe gegen die Insulintherapie sein?

Die Gründe sind vielfältig: Zum einen führt Unwissen zu Unsicherheit. Weiterhin ist die Annahme weit verbreitet, dass die Insulintherapie das schlimmste Stadium des Diabetes sei. So kommt es oft vor, dass Typ-1-Diabetiker mit insulinspritzenden Typ-2-Diabetikern von Mitmenschen verwechselt werden. Zusammenhängend mit dem "schlimmsten Stadium von Diabetes", wird auch die Angst vor Folgeerscheinungen und Begleitungen der Insulintherapie, wie Gewichtszunahme und Unterzuckerung.

Diesen Bedenken kann man nur durch Gespräche begegnen. Innerhalb der Diabetesschulung ist hierfür zwingende Gelegenheit. Einer der wichtigsten Grundsätze in dieser Hinsicht ist der Spruch: Probieren geht über Studieren. Ähnlich wie Typ-1-Diabetiker Ihre Bedenken bez. der Insulinpumpe durch Probieren prüfen können, können es Typ-2-Diabetiker mit der Insulintherapie wenn dadurch eine bessere Einstellung möglich ist.

Quelle: 

Diabetiker Ratgeber, 8/2004, S. 26.