Die englischen Seiten / english sites Die französischen Seiten Die italienischen Seiten Die schwedischen Seiten Die polnischen Seiten
  

   Startseite
   DiabetesInfo (410)
     BE-Tabelle
     Erfahrung
     Service
     Themenseiten
     Was ist Diabetes?
   Gästebuch
   Links
   Links Eng Deu
   Forum
   Umfragen

   Sitemap
   Kontakt
   Presse
   Impressum

Hallo Gast
Login
Passwort vergessen
Registrieren


Kategorien: Erfahrungen
Erfahrungen | Interviews |
Auf dieser Seite lesen Sie Erfahrungswerte

Erfahrungsbericht Accu-Chek Aviva



Liebe Lesewesen,

heute geht es wieder um einen meiner "Blutsauger". +grins+ Wer meinen Diabetes-Bericht gelesen hat, weiß schon bescheid: Ich habe Typ-1-Diabetes und muss deshalb mehrmals täglich meinen Blutzucker testen. Da mich ein Blutzuckermessgerät Tag für Tag begleitet, sollte es mir auch gefallen und alles können, was ich von ihm verlange. Zunächst sollte es schnell messen, aber auch genau. Dann sollte es klein und leicht sein, und optisch was hermachen.
Heute stelle ich euch Roche's neusten Streich vor: Das ACCU CHEK AVIVA.

Ich habe mein AVIVA von Roche geschenkt bekommen, da ich im Camp D (Diabetikercamp, dass im Juli 06 stattgefunden hat) mit den Roche-Leuten geplaudert habe und diese dann so nett waren mir eins ihrer neuen Testgeräte zu schenken. :D Ich konnte zwischen COMPACT PLUS und AVIVA wählen und habe mich dann aufgrund der Größe und der kurzen Messzeit für das AVIVA entschieden. Ich habe also nix bezahlt. :)
Natürlich habe ich aber ausgekundschaftet, was mich das AVIVA theoretisch gekostet hätte. Bei www.florian-mueller.de, einem Onlineshop für Diabetiker, den viele Diabetiker, die ich kenne, schon ausgetestet haben bzw. dort regelmäßig bestellen, liegt der Preis bei 40€. Eine Dose Teststreifen mit 50 Stück kostet 33,60€. Kontrolllösung kostet (wenn man sie denn braucht) 5,90€.
Der Preis ist schon extrem hoch, jedoch bei anderen Messsystemen ähnlich. Es ist immer so, dass die Teststreifen fast genauso viel oder sogar mehr kosten, als das Gerät, da die Hersteller an den Teststreifen verdienen, die ja dauernd angefordert werden müssen, im Gegensatz zu den Geräten. (Wenn ich diese Zahlen sehe, bin ich extrem froh, dass ich meine Teststreifen rezeptiert bekomme. o_O)
Hier ein kleiner Tip: Bei Generation D (www.generation-d.de) gibt es die Möglichkeit, das Gerät kostenlos zu testen.

Optik und Verarbeitung
Das AVIVA ist für heutige Verhältnisse mit den Maßen 9,4 x 5,3 x 2,2cm (Länge-Breite-Höhe) ein recht kleines Testgerät. Natürlich gibt es kleinere Geräte, das AVIVA hat dafür aber ein extragroßes LCD-Display. Ich brauche nicht unbedingt ein großes Display, aber für ältere Menschen, die nicht mehr ganz so gut sehen können, oder kleinere Kinder, die mit großen Zahlen auf dem Display besser umgehen können, ist das vorteilhaft. Das AVIVA ist in den Accu-Chek Farben silber und blau gehalten, sieht gut aus, wie ich finde. Die Verarbeitung ist ebenfalls gut, so wie man es von Roche gewöhnt ist. Das Display ist kratzfest und sonst ist mir das AVIVA auch noch nie auseinandergefallen (wie es mir z.B. beim ACCU CHEK SENSOR COMPLETE schon oft passiert ist ;) ).

Tasten und Menüführung
Das AVIVA hat 3 Tasten: eine Rechts- sowie Linkstaste auf der Vorderseite sowie einen An/Aus-Knopf am oberen Ende. Drückt man eine Taste, egal welche, schaltet sich das Messgerät ein und man kann die gespeicherten Blutzuckerwerte abrufen. Indem man die An/Aus-Taste gedrückt hält, kann man die Geräteeinstellungen ändern:
  • Datum und Uhrzeit
  • Signalton an/aus
  • Test-Erinnerungen an und ausschalten: Man kann bis zu 4 Uhrzeiten einstellen, um an das Blutzuckermessen erinnert zu werden. Das ist eine Funktion die mir bislang nicht bekannt war, finde ich aber sehr praktisch für jüngere Kinder. Die Eltern können dann einstellen, wann das Kind in der Schule oder im Kindergarten messen soll.
  • Hypoglykämiewarnungen an und ausschalten: Auch diese Funktion ist neu. Man legt einen Grenzwert fest, und wird bei jedem Wert der niedriger ist, vor einer Unterzuckerung gewarnt. Finde ich wieder sehr praktisch für kleine Kinder, die mit den Zahlen auf dem Messgerät noch nicht so viel anfangen können.


BZ messen mit dem AVIVA
Das BZ messen geht kinderleicht und schnell.
  • Das einzig zeitaufwändige ist das Codieren. Zu jeder Packung Teststreifen gibt es einen Codechip, den man vor dem Messen in den dafür vorgesehenen Steckplatz schieben muss. Der Codechip muss jedes mal gewechselt werden, wenn eine neue Teststreifendose benutzt wird. Das ist etwas nervig, garantiert aber genaue Messergebnisse, da die Teststreifen jeweils auf ihren Codechip abgestimmt sind.
  • Wenn man den Streifen in das Gerät schiebt, schaltet es sich automatisch ein. Im Display erscheint nach kurzer Zeit das Teststreifensymbol.
  • Nachdem man sich in die Finger (oder andere Messtellen) gepiekst hat, hält man den Finger an den vorderen Rand des Teststreifens. Das Blut wird automatisch eingesogen, wenn man den Finger richtig hält. Ich habe es bei anderen Leuten schon oft gesehen (bei Krankenschwestern z.B., die anscheinend noch die ganz alten Geräte gewöhnt sind), dass der Blutstropfen oben auf den Teststreifen aufgetragen wird, das ist aber hier nicht so. Das AVIVA braucht nur 0,6µl Blut, also ganz wenig. :)
  • Nach sage und schreibe 5 Sekunden erscheint mein Blutzuckerwert auf dem Display! Das AVIVA ist somit mein schnellstes Gerät.


Messwertübertragung
Man kann die gespeicherten Messwerte auch an einen Computer oder Handheld übertragen, um z.B. Tages- oder Wochenprofile zu erstellen oder einen besseren Überblick über den Blutzuckerverlauf zu haben. Für die Übertragung braucht man eine Infrarotschnittstelle am Computer oder Handheld und geeignete Software. Von Roche gibt es z.B. eine Software namens Camit Pro, die auch meine Diabetologin benutzt, um meine Blutzuckerwerte in der Sprechstunde auszuwerten. Es gibt auch ein ähnliches Programm von Roche für den Handheld, dass ich 2003 im Diabetikerferienlager schon testen durfte. :) Damals allerdings noch ohne Infrarotübertragung. Ich selbst habe das Messwerteübertragen leider noch nicht getestet, da ich weder die passende Software noch eine Infrarotschnittstelle am PC habe. Da in der Diabetesambulanz meine Messwerte aber jedes mal ausgelesen werden, gehe ich davon aus, dass die Übertragung funktioniert. ;)

Kritik ...
...bekommt das AVIVA von mir, weil die Beleuchtung fehlt. :| Wenn ich im Kino oder nachts messen will, muss ich immer mein Handy rausholen um meinen Wert erkennen zu können. Ganz großer Kritikpunkt!

Fazit
4 von 5 Sternchen. Ich bin sehr zufrieden mit dem AVIVA, es eignet sich für alle Altersklassen, braucht wenig Blut, ist klein und misst in sagenhaften 5 Sekunden. Um 5 Sternchen von mir zu bekommen sollte es aber leuchten können. :( Außerdem wäre eine automatische Codierung auch nicht schlecht.

Quelle: Katarina Braune (Moderatorin von Diabetes-teens.net)

DiabetesInfo | Download | BE-Tabellen-Tassen | Impressum | Forum
Weitere Artikel:
Roche Accu-Chek Aviva
Verwandte Kategorien:
Blutzuckermessgeräte
Kommentare (1)

© 2010 Diabetes-Zentrale e.V.
in Version 00.08.49